Hamburg, 31.12.2007: Vorbei die Zeit, da 600 PS das Maß der Dinge waren. Vorbei die Zeit, da BMW M5, Mercedes E63 AMG und Audi RS6 nur dezente Power-Spritzen bekamen. Heute stoßen Tuner in andere Größenordnungen vor und verpassen Limos und SUVs mal eben lockere 800 PS. Der M5 von G-Power oder der ML63K Bi-Turbo sind da nur zwei Beispiele. Jüngster Spross der 800er-Gilde ist der von PREDATOR PERFORMANCE gezüchtete Cadillac CTS-V "Predator". Auf Basis der kantigen Ami-Limo stellte der Tuner ein Geschoss auf die fetten Räder, das selbst gestandenen Supersportlern das Blut in den Adern gefrieren lässt (zumindest auf der 1/4 Meile).
Den serienmäßig im CTS-V verbauten 5,7-Liter-V8 mit seinen 400 PS schmiss PREDATOR kurzerhand raus! Statt seiner verpflanzten die Amis ein echtes Sport-Aggregat zwischen die Vorderräder des CTS - den Sieben-Liter-V8 aus der Corvette C5-R. Im Renneinsatz leistet der aufgebohrte 5,7-Liter immerhin schon 610 PS. "Längst nicht genug" entschied der Tuner und platzierte gleich zwei Turbolader. Dank der eingepressten Luft und eines riesigen Luft/Luft-Intercoolers bringt es der Motor jetzt auf stolze 806 Pferdchen und den CTS-V "Predator" somit in die Liga der Supersportwagen. Allerdings nur theoretisch, denn beweisen musste sich die Power-Limo bisher nicht und bestätigte Fahrleistungen gibt's auch nicht.
Neben der nicht unerheblichen Mehrleistung gab's für den Caddy auch noch ein Bodykit, dass es ermöglicht, die fetten 285er vorn und 305er hinten unterzukriegen. Positver Nebeneffekt der 19-Zöller - vorne findet eine Acht-Kolben-Bremsanlage von Brembo Platz, hinten schimmern vier Kolben durch die Speichen.
Was PREDATOR PERFORMANCE für seinen Umbau-Kit berechnet, war leider ebensowenig in Erfahrung zu bringen wie eine Antwort auf die Frage, was der deutsche TÜV wohl zu dem Extrem-Umbau sagt. Aber man wird ja wohl noch träumen dürfen.