Hamburg, 09.09.2007: Öko und Power passen nicht zusammen? Das Thema ist längst vom Tisch. Lexus ballert mit seinen "h-Modellen" auf der grünen Welle und selbst Porsche bringt demnächst ein Hybrid-Power-SUV. Doch das sind Großserienhersteller mit prall gefüllten Kriegskassen. Sie müssen mit "grünem Gewissen" vorangehen, das wird von ihnen erwartet. Anders beim Achener Tuner AC Schnitzer. Die Jungs und Mädels um Geschäftsführer Rainer Vogel haben mit dem GP 3.10 auf Basis des 335i Coupé ein einzigartiges Kunstwerk auf die Beine gestellt, das pure Kraft mit den Öko-Vorzügen von LPG (Autogas) verbindet und das OHNE den Background der Großen.
Die Zutaten zum AC Schnitzer GP3.10 sind bekannt, ihre Kombination indes neu: Unter der Haube des rund 198.000 Euro teuren Einzelstücks steckt der Fünfliter-V10 aus BMW M5 / M6. In Folge umfangreicher Modifikationen kann das mehrfach ausgezeichnete Aggregat jetzt allerdings nicht nur mit Super, sondern auch mit Autogas versorgt werden. Ein Gas-Tank mit 80 Litern Fassungsvermögen, kombiniert mit dem 60-Liter-Sprit-Tank stehen für reichlich Strecke. Einer 500-Kimlometer-Hatz dürfte also nichts mehr im Weg stehen. Vornehmlich auf der linken Spur versteht sich. Schließlich schlummern nach der AC-Schnitzer-Kur 552 PS und 540 Nm unter der Vanille-farbenen Haube (+45 PS). Von der hinderlichen 250-Beschränkung befreit, soll der GP 3.10 bis 320 Sachen rennen. Nicht schlecht für einen Semi-Öko-Hammer.
Den Sprint auf Tempo 100 soll der mit einem ultra-extrovertierten Bodykit bestückte Über-Dreier in 4,6 Sekunden absolviert haben (bis 200 km/h: 13,9), für eine ausreichende Verzögerung sollen Achtkolben-Bremssättel vorn und Vierkolben hinten sorgen. Und nun das Highlight: der obszöne Mittelauspuff. Mal ehrlich, so was sieht man selten. Vorgeschaltet ist ein komplett modifizierter Abgastrakt mit Sportkatalysatoren und Fächerkrümmer.