Hamburg, 20.03.2008: Kaum ist der neue Subaru Impreza WRX in den USA auf dem Markt, schon fallen die Tuner über ihn her. Klar, man könnte auch zum rund 80 stärkeren STi greifen, aber erstens kostet der eine ganze Ecke mehr und zweitens …. Wo wär denn dann der Spaß?! Das denkt sich auch die amerikanische Tuninggemeinde und macht sich mit Hingabe ans Tuning. Auch die Jungs von Perrin aus dem Nordwesten der USA fühlen sich dieem Ziel verpflichtet und machten sich daran, aus dem 2008er WRX einen straßentauglichen Rennwagen zu machen.
Ziel ihrer Bemühung war es vor allem im Bereich der Performanceteile für den neuen WRX Maßstäbe zu setzen. Und so setzten sie den Schwerpunkt bei ihrem neuen Projekt auf den 224 PS leistenden 2,5-Liter-Boxermotor der US-Version. Startpunkt der Entwicklung war die Abgasanlage des Subarus: Das Serienteil wurde kurzerhand durch eine drei Zoll messende Edelstahlanlage ersetzt, die Endschalldämpfer parallel zur Heckschürze verbaut. Von hier aus arbeitete man sich in Richtung Motorraum vor und verpasste dem Wagen auf dem Weg dorthin gleich noch einen Sportkatalysator und einen selbst entwickelten Krümmer, der den Vorteil hat, dass der Turbolader höher im Motorraum positioniert werden kann und sich somit die Ansaugwege für die Ladeluft verkürzen.
Beim Turbolader wagten die Jungs von Perrin keine Experimente und griffen ins Regal des Spezialisten Garrett. Ihre Wahl viel auf den GT3071R, der ihren Wünschen nach spontanem Ansprechverhalten und einer möglichen Maximalleistung von über 400 PS entsprach. Nachdem der Garrett Lader an Bord war, musste das Benzinsystem angepasst werden um den Anschluss nicht zu verlieren. Die Serienmäßigen Einspritzdüsen wurden von Subaru auf einen maximalen Durchfluss von 540cc/min beschränkt. Perrin entfernte diese Schutzmaßnahme und ermöglicht den Düsen in ihrem WRX dadurch einen Durchsatz von 816cc/min. Ziel? Klar, mehr Sprit für den aufgeblasenen Motor. Unterstützt werden die Einspritzdüsen durch eine kräftigere Benzinpumpe von Walbro.
Aufwändiger wie bisher bekannt, viel das Anpassen der Software auf die neuen Komponenten aus. Hier hat es Subaru gekonnt verstanden den Tunern ein paar Steine in den Weg zu legen, denn es ist nicht mehr möglich wie bisher einfach die vorhandene ECU umzuschreiben, bzw. einen anderen Chip zu installieren. Vielmehr muss der Seriensoftwarestand erhalten bleiben, da sonst die Wegfahrsperre des Impreza die Weiterfahrt verweigert. Aber ein wirklich guter Tuner lässt sich von so etwas nicht aufhalten und so wurde ein so genanntes „Hydrasystem“ installiert. Hierbei wird das ursprüngliche Steuergerät lediglich zum Starten des Wagens benutzt, im anschließenden Fahrbetrieb findet ein frei programmierbares Steuergerät Verwendung, das parallel zum ersten geschaltet wird. Der viele Aufwand hat sich letztendlich aber gelohnt, denn die Mannschaft von Perrin wurde auf dem Prüfstand mit einer Radleistung von 385PS belohnt.
So groß die Eingriffe beim Motor auch sind, bei den Innereien des Getriebes und des Allradsystem haben sich die US Boys zurückgehalten und ihnen ihren jungfräulichen Charme gelassen, da die Serienteile bereits ausreichend dimensioniert sind. Anders sieht es wiederum beim Fahrwerk aus, denn hier ging es wieder in die Vollen. Der vordere Stabilisator wurde gegen eine überarbeitete Version aus dem Legacy GT, auf dem die aktuelle Impreza Generation basiert, getauscht. An der Hinterachse wurde ein einstellbarer Eigenentwurf verbaut. Bei den Federn verlies sich Perrin dafür auf Know How aus Deutschland und installierte ein Fahrwerk von H&R, das sowohl in Höhe, Härte sowie in Druck-/Zugstufe einstellbar ist und den Impreza ein gutes Stück dem Erdreich näher rückt.
Optisch unterstreicht neben der Tieferlegung auch ein Satz 17x7,5 Konig Feather Felgen, die gerade 7,7 Kilogramm auf die Waage bringen, den sportlichen Anspruch des WRX. Und um das hohe Gripniveau des Allradlers noch einmal zu steigern, setzt Perrin bei der Bereifung auf Yokohama Advan Neova. Einzig die Kriegsbemalung des Subarus im Stile einer Pixellandschaft, wie man sie sonst nur aus den Anfängen der Konsolenspiele kennt, mag nicht so recht ins Bild passen.
Wenn man nun also ein Resümee ziehen müsste, dann muss man den Jungs von Perrin auf jeden Fall bescheinigen, dass sie ihr Klassenziel erreicht haben. Denn mit diesem Exemplar haben sie die Messlatte für die Konkurrenz in luftigen Höhen gehoben und somit ihr zu Beginn ausgelobtes Ziel sogar übertroffen: „Mission Accomplished“
2008 Subaru Impreza WRX Motor: Motorkennbuchstabe (MKB): EJ25 Bauart: 2457ccm, Boxermotor, Aluminium Block und Kopf, turbogeladen, DOHC, AVCS Interne Modifikationen: Serie Externe Modifikationen: Perrin Performance GT3071R Turboladerkit, Air Intake, Perrin Performance Ladeluftkühler, Krümmer, Hosenrohr, 3” Endelstahlanlage, Sportkatalysator Softwareanpassung: 816ccm/Min Einspritzdüsen, Walbro Benzinpumpe, Hydra ECU
Antriebsstrang: Bauart: Frontmotor , Allradantrieb Modifikationen: Serie
Fahrwerk: Front: H&R Fahrwerk, von Perrin angepasster Stabilisator aus dem Subaru Legacy Heck: H&R Fahrwerk, Perrin einstellbarer Stabilisator
Bremsen: Front: Serie Heck: Serie
Exterieur: Felgen: Konig Feather, 17x7.5 Zoll Reifen: Yokohama Advan Neova in 245/40/17 Karosserie: Serie Interieur: Serie
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Text: Michael Fotos: Perrin
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