Hamburg, 04.03.2009: Brutal, übertrieben und extrem – so sind die beiden PS-Brocken zu beschreiben, die als Highlights des Mansory-Standes auf dem 2009er Autosalon in Genf zu bezeichnen sind. Zusammen bringen es die beiden Supersportwagen auf knapp 1800 PS, beide knacken sie die 300-km/h-Hürde überdeutlich und jeder für sich betrachtet dürfte bei PS-Freaks weltweit für schwitzige Hände sorgen. Die beiden Bolzen im Einzelnen:
Da hätten wir zunächst den von Tuner Mansory veredelten Bentley Continental GT Speed. Gehüllt in mattes Schwarz, aggressiv gestylt mit neuen Schürzen, Schwellern und jeder Menge Luftöffnungen spuckt das Edel-Coupé auf Understatement und Eleganz. Dank des auf 685 PS gepushten Sechsliter-W12 unter der Haube darf es dass auch und außerdem mit fast 350 km/h Topspeed sogar Ferrari, Lamborghini und Co. verblasen. Erreicht wird der Leistungszuwachs von immerhin 75 PS durch neu gestaltete An- und Abgaswege und Modifikationen an der Software. Wie schnell der schwarze Ritter auf Tempo 100 beschleunigt, ließ der Tuner zwar nicht verlautbaren, die 4,5 Sekunden des Seriengeräts dürften aber Geschichte sein.
Auch beim zweiten Hammer-Exponat des deutschen Edel-Schraubers hält man sich beim Herausgeben von Beschleunigungswerten zurück. Und selbst die Stammtisch-relevante Höchstgeschwindigkeit lässt sich Mansory nicht aus der Nase ziehen. Macht nichts, schließlich galt schon die Ausgangsbasis als schnellstes Auto der Welt. Die Rede ist natürlich vom serienmäßig 1001 PS starken Bugatti Veyron, der nach spontanen 2,5 Sekunden die 100er-Marke knackt und nach erfolgtem Dreh des „Sicherheits-Schlüssels bis Tempo 407 weiterrennt. Diesen Boliden hat Mansory „Scheich-fein“ gemacht, ihn noch exklusiver und stärker herausgeputzt. Dank noch mehr lebensnotwendiger Kühlluft und einer Abgasanlage mit mehr Durchsatz klettert die PS-Ausbeute um weitere 108 PS nach oben. Nach Adam Riese stehen damit nun 1109 Pferdchen am Gasfuß bereit. Mindestens genauso beachtlich liest sich die Angabe des maximalen Drehmoments, dass eigentlich einen Knoten in die Kurbelwelle biegen müsste: Stolze 1310 Newtonmeter mobilisiert der gewaltige Sechszehn-Zylinder.
Doch da die gesteigerte Leistung niemandem außerhalb des Wagen auffallen dürfte (was sind schon geschätzte 2,4 sek./100 zu serienmäßig 2,5 sek./100?), beinhaltet das Linea Vincerò genannte Umrüstkit auch noch optische Retuschen am mindestens 1,2 Millionen Euro teuren Supersportler. So erhält die Frontpartie ein umfangreiches Facelift bestehend aus modifizierten Kotflügeln, verkürzter Fronthaube und markanter Frontschürze. Besondere Akzente sollen die in den Vorderbau integrierten LED-Tagfahrleuchten und das implementierte stilisierte „V“ als Hommage an den Namen Vincerò setzen. Größere Luftauslässe an den Fahrzeugflanken und am Heck sorgen für eine optimierte Motorkühlung und unterstreichen mit dem neuen Diffusor das kraftvolle Fahrzeugdesign. Mansory fertigt nahezu alle Karosseriekomponenten aus ultraleichtem und hochfestem Karbon.
Abschließend sei erwähnt, dass weder für die schwarze Bentley-Schönheit noch für den Bugatti-Bolzen Preise angegeben werden, und letzterer sowieso nur über den Mansory-Vertriebspartner „Prestige Cars Abu Dhabi“ im Nahen Osten angeboten wird. Angesichts der heftig geführten Abgas-Diskussionen in deutschen Landen, würde sich der Besitzer eines der beiden Schmuckstücke aber wohl sowieso keine Freunde machen.
Mercedes SLS Gullwing Panamericana Noch nicht einmal auf dem Markt und schon verschandelt? Wem's gefällt, der kann sich von den US-Boys von Gullwing-America einen Bodykit für seinen Mercedes SLS AMG ordern und den Neuzeit-Flügeltürer optisch aufs Original trimmen.
Audi R8 5.2 V10 von B&B Tuner B&B-Automobiltechnik heizt dem Topmodell der Audi-R8-Baureihe mächtig ein. Je nach Ausbaustufe bringen die Siegener den Zehnzylinder des R8 auf bis zu 610 PS - und machen ihn damit endgültig zu einem ernstzunehmenden Konkurrenten von Porsche GT2 und Mercedes SLS.
Ford Hot Rod für die SEMA 2009 Aufladung statt Hubraum. Mit diesem Motto möchte Ford anscheinend mit der alten Weisheit "Nichts geht über Hubraum" aufräumen. In ihrem 1934 Hot Rod schlägt denn auch ein doppelt aufgeladenes V6-Herz.
Chevrolet Camaro TransAm von Lingenfelter Pontiac ist tot. Und damit sind alle Hoffnungen auf einen neuen Firebird TransAm gestorben. Keineswegs. Tuner Lingenfelter kündigt für die SEMA 2009 einen TransAm-Umbau auf Basis des 2010er Chevrolet Camaro an.
Corvette C6 GTR von Specter Werks Mit bis zu 800 PS geht das Gemeinschaftsprojekt von Specter Werks und Lingenfelter demnächst an den Start. Vor allem die Kombination aus aggressivem Bodykit und satter Power dürfte die Corvette GTR auf der SEMA 2009 zu einem echten Highlight machen.
Honda Civic Type R von Mugen Nach nur sechs Minuten waren alle 300 Mugen-Versionen des Honda Civic Type R in Japan verkauft. Angestachelt von diesem Erfolg gibt's nun von der europäischen Niederlassung des japanischen Tuners eine Power-Variante auch für uns - beziehungsweise für England.
Lexus IS350C von Fox Marketing Während die Cabrio-Version des Lexus IS in Deutschland lediglich mit einem 2,5-Liter-Benziner an den Start gehen darf, gibt's in den USA auch eine V6-Variante mit 3,5 Litern Hubraum - eine gute Ausgangsbasis für einen Kompressor-Umbau. Bei US-Tuner FOX resultierten über 400 PS aus der Power-Kur.
Mercedes SL von Inden Design Inden-Design macht den SL 500 mit Bodykit, neuen Felgen und Tieferlegung ausgehfein. Der Zweisitzer in AMG-Optik garantiert dem Fahrer nicht nur ehrfürchtige Blicke, sondern lässt dank Zusatz-Pferdchen zumindest seine Serienbrüder im Rückspiegel verschwinden.