Porsche Carrera GT von 9ff



Hamburg, 01.12.2008: Wer einmal einen Porsche Carrera GT in Natura erlebt hat (3,8 sek. bis 100, 330 km/h), der mag sich kaum vorstellen, mit welcher Brutalität und Geräuschentwicklung das auf 912 PS erstarkte Derivat von Tuner 9ff zu Werke geht. Der Porsche-Spezialist aus Dortmund operierte dem 5,7-Liter-V10 auf Kundenwunsch zwei Turbolader in den Abgasstrang, die serienmäßigen 612 PS und 590 Newtonmeter des ehemals 452.400 Euro teuren Supersportwagens gehören somit der Vergangenheit an. Und auch die 672 PS des Konkurrenz-GT von Gemballa (Mirage GT) haben in dieser PS-Liga nichte mehr zu melden.

Auf der Essen Motor Show ist der erste Carrera GT Bi-Turbo noch bis zum 7. Dezember 2008 zu bewundern, erst danach kann sein Besitzer mit dem Geschoss auf die Strecke gehen. Wie schnell er dann auf Tempo 100 kommt und wie deutlich die 330 km/h der Serie übertrumpft werden, muss sich allerdings noch herausstellen. Rein rechnerisch sollten laut 9ff 390 km/h möglich sein.

Doch 9ff bietet den Umbau auf über 900 PS natürlich auch allen anderen Besitzern eines Porsche Carrera GT an. Was das "+300-Paket" kostet, muss allerdings direkt beim Tuner erfragt werden. Fest steht: Der Kunde bekommt zwei Turbolader, eine Klappen-Auspuffanlage, Metall-Kats, einen Fächerkrümmer, neue Luftfilter und eine neu abgestimmte Motorelektronik. Als Option kann noch ein neues Fahrwerk mit höhenverstellbaren sowie in Zug- und Druckstufe einstellbaren Aluminium-Stoßdämpfern, Federn mit Zwischentellern und Alu-Federtellern geordert werden. Abgerundet wird der 9ff GTT 900 durch eine neue, sehr leichte Frontschürze aus Sicht-Kohlefaser-Compound, die mehr Abtrieb erzeugen soll und dank geänderter Luftführung die Kühler besser mit Frischluft versorgen soll.

Was ein gebrauchter Porsche Carrera GT kostet, finden Sie weiter unten in den Anzeigen. Sollte das nötige Kleingeld für den Mittelmotor-Extremisten fehlen, tut es ja vielleicht auch ein Porsche GT3 RS. Der Sportler hat fast ebensoviel Potenzial wie sein großer Bruder, 9ff verpasst dem Renner ebenfalls zwei Turbos und lässt das Monster als GTurbo 750 oder GTurbo 1000 mit bis zu 950 PS auf die Straße. Dann geht's es in nur 18,1 Sekunden auf Tempo 300. Der Bugatti Veyron (1001 PS, Allrad) schafft das nicht so schnell. Noch höher hinaus geht es mit dem stärksten, teuersten und schnellsten 9ff-Boliden: dem GT9 evo und seiner Straßenversion dem GT9R. Mit brachialen 1120 PS sollen die Renner den Rekord des 9ff GT9 (987 PS, 409 km/h) sogar noch knacken. Auch diese beiden Supersportler kann man sich auf der Essen Motor Show 2008 genauer betrachten.

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