Porsche 9ff Speed9



Hamburg, 20.11.2009: Mit dem Speed9 auf Basis des Porsche 997 Turbo Cabrio stellt Tuner 9ff nach dem GT9 bereits sein zweites eigenständiges Komplettfahrzeug vor. Die flache Rennflunder 9ff Speed9 steht mit einer verkürzten Frontscheibe, Soft- oder Hardtop-Verdeck und einer betont eigenständigen Fahrzeugsilhouette ganz in der Tradition legendärer Porsche-Speedster-Modelle wie des 356 Speedster von 1955 oder späterer Roadster wie des 964 Speedster von 1993. Unterstrichen wird die sportliche Optik durch ein Aerodynamikpaket aus durchaus aggressiv wirkenden Front- und Heckschürzen samt neuer Seitenschweller.

Dabei rückt Tuner 9ff dem Turbo Cabrio natürlich nicht nur optisch zu Leibe, sondern lässt auch den Motor wie gewohnt nicht unberührt. Satte 650 PS und 890 Newtonmeter Drehmoment leistet der Bi-Turbo nach dem Eingriff. Erreicht wird dies unter anderem durch zwei neue 9ff F650 VTG Turbolader, einen Sportkatalysator samt Fächerkrümmer sowie eine neue Programmierung für das Motorsteuergerät. Die höchstwahrscheinlich deutlich besseren Fahrleistungen des Allrad-Extrem-Cabrios verschweigt 9ff zwar noch, rund 3,3 Sekunden für den Sprint dürften aber wohl drin sein. Bei der Höchstgeschwindigkeit könnte es aufgrund der veränderten Aerodynamik des Aufbaus aber zu Abstrichen kommen. Jedenfalls legen das die Werte des kürzlich vorgestellten Porsche Boxster Spyder nahe. Auch er ist ein paar km/h langsamer als der Serien-Boxster.

Um der Leistung auch Fahrdynamisch gerecht zu werden, bekommt der Speed9 ein eigens konzipiertes Fahrwerk mit verstellbaren Stabilisatoren und Doppelfedern. Auf den 19-Zoll-Felgen, die mit einem Zentralverschluss reichlich Renn-Flair versprühen, sitzen Reifen im 235er- bzw. 295er-Format. Dahinter verbergen sich 380 Millimeter große Compound-Bremsscheiben, die dank Sechs-Kolben-Bremssätteln für besonders kurze Bremswege sorgen sollen.

Innen verpassen die Dortmunder dem Porsche reichlich Alcantara und ein Design-Gestühl. Wird anstelle der manuellen Sechsgangschaltung die Tiptronic gewählt, sitzen zudem sportliche Schalt-Paddle zwischen dem Lenkrad und dem 9ff-Tacho mit 400-km/h-Skala.

Der 9ff Speed9 ist jedoch nicht nur als Komplettfahrzeug erhältlich: Wer einen ungenutzten Porsche 997 Turbo Cabrio in der Garage stehen hat, kann diesen in Dortmund abgeben und bekommt ihn als schmucken 9ff Speed9 zurück. Was der Spaß kostet, ist bisher noch nicht bekannt. Wer jedoch genau wissen will, ob sein Girokonto den Umbau zulässt, sollte sich nach Essen auf die Motorshow begeben. Dort kann vom 28. November bis zum 6. Dezember persönlich nachgehakt werden – und ganz nebenbei kann der Bolide auch einmal aus nächster Nähe unter die Lupe genommen werden.

Text: Christian Niesz

 

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