Pontiac Trans Am fährt Europarekord



Hamburg, 13.03.2009: Sie kamen, traten aufs Gas und knackten den Rekord (siehe Video). Die Jungs der norwegischen Tuning-Firma Polly Motorsport haben im Oktober letzten Jahres ihren 1986er Pontiac Trans Am auf einen Hänger verladen (er hat aber auch eine Straßenzulassung), sind mit der Fähre übergesetzt und auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke in Papenburg eine offizielle Zeitmessung vornehmen lassen. „Viel Spaß mit eurem Knight Rider“ sollen einige AMG-Tester, die ebenfalls auf dem Gelände unterwegs waren, den Polly-Jungs zugerufen haben. Doch der Spaß hielt nicht lange vor. Kaum war der 8,9-Liter-V8 in KITTs Motorraum auf Temperatur und die 1407 PS standen bereit, da stanzte der Wagen mit 407,134 km/h einen neuen Europarekord in den Asphalt. 407 km/h im über eine Millionen teuren Bugatti Veyron? Angehakt. Und auch die 409 km/h des 9ff GT9 will Polly Motorsport nicht gelten lassen: „You may say well the 9FF team drove 409km/h in an extremely rebuilt Porsche 911 at the same track; this speed was recorded with their own equipment and therefore can be fixed and therefore is not recorded as an official speed record.” Und es kommt noch besser. Weil die Gerade auf der Papenburg-Strecke nicht ausreicht, um die theoretischen 435 km/h zu schaffen, bringen die Speed-Junkies ihren Wagen dieses Jahr in die USA um dort das Potenzial voll ausloten zu können.

Mindestens genauso imposant wie die Höchstgeschwindigkeit des Trans Am sind die Beschleunigungswerte des 2125 Kilogramm schweren Wagens. Nach nur 2,3 Sekunden donnert die Tachonadel an der 100 vorbei, nach 5,55 Sekunden können 80 Prozent der Autos von der linken Bahn geschoben werden (200 km/h) und wer 12,22 Sekunden auf dem Gas stehen bleibt, der knackt die 300 km/h (hier läuft der Motor bei 2700 U/min). Man bedenke: Dieses Monster hat in Norwegen eine Straßenzulassung, darf auch also auch auf deutschen Straßen sein Unwesen treiben.

Um nicht nach wenigen Kilometern trocken zu laufen, verbauten die Norweger noch einen 180-Liter-Tank, der außerdem dazu beiträgt, dass das 1400-PS-Gerät eine Gewichtsverteilung von ziemlich optimalen 50 zu 50 hat. Für eine verbesserte Verzögerung sorgen 360er Scheiben vorn und 325er hinten.

Wieviel Stunden Polly Motorsport an dem schnellsten Wagen in Europa herumgeschraubt hat und was er schlussendlich gekostet hat, gaben die Nordlichter nicht bekannt.

 

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