Hamburg, 06.06.2008: Von 1992 bis 1996 verkaufte Mazda die letzte Generation des RX-7 in Deutschland. Lediglich vier Jahre hatten wir also das Glück, in den Genuss des 280 PS starken Wankel-Akrobaten zu kommen. Folge: nur noch einige wenige Modelle dieser Ära sind auf den Straßen anzutreffen. Und dann das! 2001 zeigt uns Dominic (alias Vin Diesel) in "The Fast And The Furious", was man aus diesem geilen Mazda alles rausholen kann. Schnell wird klar: das sind keine Filmtricks - der RX-7 ist wirklich so ein heißes Teil, das man zum echten 1/4-Meile-Knaller machen kann. Vom Aha-Effekt auf deutschen Straßen wollen wir garnicht reden. Positiver Nebeneffekt des späten RX-7-Ruhms: In den USA kann man das Coupé für deutlich unter 10.000 Euro ergattern.
Als Anreiz für alle, die mit dem Gedanken spielen, sich einen RX-7 anzuschaffen soll folgendes Beispiel das Potential des Wagens zeigen. Schließlich will doch jeder mal einen 911 Turbo ärgern oder einen F430 verblasen. Mit diesem Ultra-Siebener ist das kein Problem:
Entstanden ist der pinkene Proll in der Werkstatt von BRS Autodesign (USA). Deren Besitzer Jay Chen und Mike Burlas hatten sich bis dato allerdings nur mit maßgeschneiderten Body-Kits beschäftigt und holten sich für ihr Hammer-Projekt die Wankelmotor-Profis von JRX-Rotary ins Boot. Während Jay und Mike also am Outfit feilten, kümmerte sich JRX um den nur 1,3 Liter großen Kreiskolbenmotor.
Heraus gekommen ist der ultimative RX-7. Gut, über die Farbe lässt sich streiten, der extrem brutale Body-Kit und der riesige Flügel lassen aber alle Homo-Phantasien schnell verfliegen. Im Cockpit flog alles raus, was nicht unbedingt von Nöten ist und satt dessen macht sich ein perfekt angepasster Überroll-Käfig breit. Dass der seine Daseinsberechtigung hat, wird beim Lesen der Motor-Modifikationen mehr als deutlich:
- GReddy T78 Turbo - GReddy Auspuff - Greddy Profec B Boost Controler - GReddy Type R Wastegate - GReddy Ladeluftkühler - größere Einspritzdüsen von Bosch - größere Spritleitungen von JRX-Rotary - größere Spritpumpe von Walbro - Leitungen von Mazdatrix - Motormanagement von MicroTech - Lachgas-Einspritzung von NX
Ergebnis der Mühen: Beängstigende 500 PS schreit der hoch drehende Wankel in die Welt und dürfte damit so machen Supersportler in seine Schranken weisen. Und sollte doch einmal ein Konkurrent aus Modena oder Zuffenhausen zu enteilen drohen, sorgt die Lachgaseinspritzung für einen kurzfristigen Leistungsschub. Sicher, der Motor dürfte diese Strapazen nicht übermäßig lange verkraften, aber darauf kommt es ja nicht an. Einige Jahre Samstag-/Sonntags-Spaß hält der Wagen sicherlich durch. Und nur das zählt. Oder?
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