Maxximus G-Force



Hamburg, 17.02.2009: Was würde Ihnen fehlen, wenn Sie einen 990kg schweren und dank 7-Liter großem Chevy-V8 immerhin 720 PS starken Rennwagen in der Garage stehen haben? Leistung wohl kaum.

Der Amerikaner David McMahan wollte dennoch etwas mehr und ließ in das Chassis des Ultima GTR einen komplett überarbeiteten Renn-Small-Block von Chevrolet mit 7 Litern Hubraum einbauen. Kaum ein Unterschied zur Basis möchte man meinen, bis der Blick auf die beiden mächtigen Turbolader fällt, die McMahan adaptieren ließ.

1600PS sind das Ergebnis des Aufwandes. Bedenkt man, dass bereits der Serien Ultima GTR bestens im Futter steht, ist das eine deutliche Ansage an sämtliche Fahdynamikrekorde und Rundenzeiten, die der Maxximus G-Force in naher Zukunft an sich reißen will.

Zunächst wären da folgende Werte, die schon die 720PS Basis für sich gewinnen konnte (mit Fotostory in der Galerie):

Erstens der Quartermile-Rekord für straßenzugelassene Autos auf Straßenreifen, den der GTR mit 9,9 Sekunden bei 228,8km/h errang. Ein Porsche Carrera GT braucht für dieselbe Strecke 11,3 Sekunden und schafft 209,6km/h.

Zweitens die Beschleunigungsrekorde von 0-100km/h , 0-160km/h und 0-100-0km/h: der Standardsprint ist in 2,6 Sekunden passé, die 160 sind nach 5,3 Sekunden erreicht und bis zum Stillstand vergehen nur nackenzerrende 3,6 Sekunden.

Der High-Tech-Superstar aus Italien, der Ferrari Enzo, braucht immerhin 1,5 Sekunden länger für Beschleunigungs- und Bremsvorgang, obwohl er über Formel-1 Launch-Control, sequenzielles Getriebe und Renn-ABS mit Carbon-/Keramikbremsen verfügt. Der Ultima GTR verfügt dagegen weder über eine Traktionskontrolle, noch über ein ABS. Die Leistung wird über einen sensiblen Fahrer über en modifiziertes Porsche-Getriebe an die mächtigen Hinterräder weitergereicht. So simpel kann ein Supersportwagen sein.

Doch es geht noch weiter, denn schließlich kann der Ultima GTR noch deutlich mehr als schnell beschleunigen und bremsen, er ist sogar ein ausgewiesener Rundstrecken-Experte.
Auf der Top-Gear-Teststrecke in England konnte er den bisherigen Rekordhalter Koenigsegg CCX praktisch deklassieren. Die 1.17,6 min des schwedischen Supercars pulverisierte der GTR mit einer 1.12,8 min-Runde. Einen Ferrari Enzo würde der Ultima gar alle 12 Runden überrunden.

Derart im Selbstbewusstsein gestärkt wollten die Ultima-Jungs auch den „Rekord aller Rekorde“: die Bestzeit in der grünen Hölle. Ende 2008 machte sich die Mannschaft auf Achse auf den Weg in die Eifel um dort vom Wettergott nach ein paar Einrollrunden einen Strich durch die Rechnung gemacht zu bekommen. Der Regen vereitelte den Rekordversuch, doch die Aufzeichnungen der gefahrenen Runden lassen auf großes Potenzial hindeuten und der Ultima GTR soll noch in diesem Jahr die angepeilten 6.55 min schaffen. Das wäre über eine halbe Minute schneller als die aktuellen Zeiten von Hochkarätern wie Pagani Zonda F clubsport, Maserati MC12 corsa, Ferrari Enzo und Porsche GT2.

Was um alles in der Welt kann also einen Finanzier wie David McMahan dazu bringen diesem Übersportwagen eine Leistungssteigerung von 880 PS, oder anders ausgedrückt über 120% Mehrleistung, einzubauen? Es ist wahrscheinlich der Gedanke „yes, we can!“ – einfach weil man es kann.

Auf der Geraden zeigt der Maxximus G-Force selbstredend allen Konkurrenten das Heck. Bei 2,1 Sekunden auf 100 muss sich sogar der Chassisspender Ultima GTR geschlagen geben und auch die Quartermile-Rekorde werden im Maxximus G-Force wieder etwas nach unter korrigiert werden.

Ob sich jedoch im 1600PS-Monster dieselben Rundstrecken-Zeiten wie im kleinen Bruder realisieren lassen darf bezweifelt werden, denn die Dosierung von soviel Power dürfte nicht gerade leicht fallen. Außerdem wäre der G-Force sowieso kein Auto für lange Renndistanzen, denn bei Volllast reichen die 70l-Tankinhalt gerade einmal für 9 Minuten Vortrieb. Umgerechnet entspricht das in etwa 115 Liter pro 100km.

Bei einem Preis von über drei Millionen Dollar für einen fertigen Maxximus G-Force dürfte sich der Käufer darüber aber wohl kaum sorgen machen. Er kommt aus der Golfregion und wird den Maxximus G-Force in seiner Sammlung beherbergen. Wir werden also nie erfahren ob er das schnellste Auto der Welt ist oder nicht.

Text: Fabian Mechtel

 

zur Galerie (25 Bilder)

Hier ist ein Prüfstandslauf des Maxximus G-Force zu sehen:


Hier sind Fahrdynamiktests des G-Force auf Video:



a
€ 104.600,-
 
€ 76.900,-
 
€ 76.990,-
 
€ 67.900,-
 
€ 79.999,-
 
€ 68.950,-
 
€ 69.950,-
 
€ 75.995,-
 
€ 81.900,-
 
€ 57.500,-
 
€ 63.490,-
 
€ 66.890,-
 
€ 61.750,-
 
€ 68.901,-
 
€ 75.990,-
 
€ 83.890,-
 
€ 89.950,-
 
€ 79.000,-
 
€ 69.950,-
 
€ 89.999,-
 

Mercedes SLS Gullwing Panamericana Noch nicht einmal auf dem Markt und schon verschandelt? Wem's gefällt, der kann sich von den US-Boys von Gullwing-America einen Bodykit für seinen Mercedes SLS AMG ordern und den Neuzeit-Flügeltürer optisch aufs Original trimmen.

 

Audi R8 5.2 V10 von B&B Tuner B&B-Automobiltechnik heizt dem Topmodell der Audi-R8-Baureihe mächtig ein. Je nach Ausbaustufe bringen die Siegener den Zehnzylinder des R8 auf bis zu 610 PS - und machen ihn damit endgültig zu einem ernstzunehmenden Konkurrenten von Porsche GT2 und Mercedes SLS.

 

Ford Hot Rod für die SEMA 2009 Aufladung statt Hubraum. Mit diesem Motto möchte Ford anscheinend mit der alten Weisheit "Nichts geht über Hubraum" aufräumen. In ihrem 1934 Hot Rod schlägt denn auch ein doppelt aufgeladenes V6-Herz.

 

Chevrolet Camaro TransAm von Lingenfelter Pontiac ist tot. Und damit sind alle Hoffnungen auf einen neuen Firebird TransAm gestorben. Keineswegs. Tuner Lingenfelter kündigt für die SEMA 2009 einen TransAm-Umbau auf Basis des 2010er Chevrolet Camaro an.

 

Corvette C6 GTR von Specter Werks Mit bis zu 800 PS geht das Gemeinschaftsprojekt von Specter Werks und Lingenfelter demnächst an den Start. Vor allem die Kombination aus aggressivem Bodykit und satter Power dürfte die Corvette GTR auf der SEMA 2009 zu einem echten Highlight machen.

 

Honda Civic Type R von Mugen Nach nur sechs Minuten waren alle 300 Mugen-Versionen des Honda Civic Type R in Japan verkauft. Angestachelt von diesem Erfolg gibt's nun von der europäischen Niederlassung des japanischen Tuners eine Power-Variante auch für uns - beziehungsweise für England.

 

Lexus IS350C von Fox Marketing Während die Cabrio-Version des Lexus IS in Deutschland lediglich mit einem 2,5-Liter-Benziner an den Start gehen darf, gibt's in den USA auch eine V6-Variante mit 3,5 Litern Hubraum - eine gute Ausgangsbasis für einen Kompressor-Umbau. Bei US-Tuner FOX resultierten über 400 PS aus der Power-Kur.

 

Mercedes SL von Inden Design Inden-Design macht den SL 500 mit Bodykit, neuen Felgen und Tieferlegung ausgehfein. Der Zweisitzer in AMG-Optik garantiert dem Fahrer nicht nur ehrfürchtige Blicke, sondern lässt dank Zusatz-Pferdchen zumindest seine Serienbrüder im Rückspiegel verschwinden.

 

Rinspeed iChange
Väth V58k