Hamburg, 25.08.2008: In weniger als zwei Jahren vom Reißbrett auf die Straße. Der Zeitplan der texanischen "Ronn Motor Company" ist eng gesteckt. Sehr eng. Erst 2007 wurde die Firma gegründet, jetzt gibt's die ersten Infos zum Hightech-Supersportler "Scorpion" und schon im November 2008 will man auf der SEMA präsent sein. Und das alles mit einem Wagen, der von einer Technologie angetrieben wird, die es in dieser Form noch garnicht gibt. Respekt!
Kernstück des Scorpion ist ein 3,5-Liter-V6, der mit einem Gemisch aus herkömmlichem Benzin und Wasserstoff (ca. 60 zu 40) befeuert wird. Der Wasserstoff wird während der Fahrt von der Lichtmaschine erzeugt und direkt eingespritzt. Es muss daher kein Wasserstoff getankt werden, lediglich Wasser wird mitgeführt. Die Produktion erfolgt bedarfsabhängig, das hochexplosive Gas muss also nicht gespeichert werden. Auch ein dichtes Netz von Wasserstoff-Tankstellen ist nicht nötig. Die Beimischung des durch Elektrolyse gewonnen "Öko-Kraftstoffs" soll den Verbrauch an fossilen Brennstoffen drastisch reduzieren und außerdem eine sauberere Verbrennung bringen.
Und das Öko nicht gleich langsam heißt, dürfte der bis zu 450 PS starke Scorpion locker unter Beweis stellen. Fahrleistungen gibt Ronn Motor freilich noch nicht bekannt, dank der GfK-Karosserie dürfte der Sportwagen aber relativ wenig wiegen, der Motor somit leichtes Spiel haben. Einen Preis indes nennen die Texaner schon: Rund 100.000 Euro soll der Scorpion kosten, wenn er Anfang 2009 (oder sogar früher) auf den Markt kommt.
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