Maserati Kuba Concept



Hamburg, 01.11.2009: Neu ist die Idee eines Crossover-Modells aus dem Hause Maserati nicht. Bereits 2003 trug sich der Konzern mit der Idee eines hochbeinigen Modells mit Dreizack auf dem Kühlergrill. Zwar wurde die auf der Detroit Auto Show gezeigte Studie „Maserati Kubang GT Wagon“ bald wieder in eine der unteren Schubladen verfrachtet, in Zeiten ausgefallener bis überflüssiger Fahrzeugkonzepte à la Bmw X6, BMW 5er GT oder Porsche Panamera hätte der italienischen Marke ein derart ausgefallenes Modell allerdings gut zu Gesicht gestanden. Und spätestens seit der Vorstellung des ersten SUV von Aston Martin - des Aston Martin Lagonda - auf dem Automobilsalon in Genf 2009, dürfte der Kubang GT Wagon wieder an Relevanz gewonnen haben.

Das muss sich auch Andrey Trofimchuk Simeonych gedacht haben, als er die Idee eines fünfsitzigen Maserati-SUVs mit großem Kofferraum wieder aufgenommen, interpretiert und via PC aufs Papier beziehungsweise auf den Bildschirm gezaubert hat. Das Ergebnis hat zwar bis auf den Dreizack im breiten Maul nur wenig mit der Ursprungsidee gemeinsam, kann sich aber durchaus sehen lassen. Mit seiner Mischung aus weitläufigen Rundungen, einer harten Linienführung und coupéhaft abfallendem Heck dürfte der hochbeinige Russland-Maserati allerdings auf geteilte Meinungen stoßen. Aber genau so soll es ja sein – denn Fahrzeug, die konsensfähig sind und nicht polarisieren, sind so langweilig wie Borschtsch ohne saure Sahne.

So ideenreich der russische Designer in Sachen Formgebung auch ist, so wortkarg wird das Thema Motorisierung abgehandelt.
Ok, es kommen eh nur zwei bereits im Portfolio vorhandene Benzin-Aggregate für das elegante Italo-SUV in Frage. Von Selbstzünder-Power will die Maserati-Kundschaft sicherlich auch in einem SUV nichts wissen. Also dürfte es im Maserati Kuba entweder einen 4,2-Liter-V8 mit rund 400 PS oder den größeren 4,7-Liter-V8 mit etwa 440 PS geben. Damit würde der Italiner der Konkurrenz aus Porsche Cayenne und Co. zwar hinterher fahren, in Sachen Eleganz und Wiedererkennungswert liegt der Maserati aber klar vorn. Zumindest, wenn sich die Verantwortlichen nach dem russischen Kreativkopf richten.

Text: Christian Niesz

 

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