Green GT



Hamburg, 16.05.2009: Nur zaghaft trauen sich die Hersteller, Rennwagen mit alternativen Kraftstoffen im Motorsport einzusetzen. Bioethanol, Rapsöl oder Autogas können aber bestenfalls Übergangslösungen auf dem Wege weg vom "normalen" Kraftstoff sein. Die Schweizer Firma Green GT überspringt diesen Zwischenschritt und beschäftigt sich lieber gleich mit einem waschechten Zukunftsrenner - einem reinen Elektrosportler. Angetrieben von zwei je 100 kW leistenden Motoren soll die nur 860 Kilogramm leichte Renner-Studie in unter vier Sekunden auf 100 beschleunigen, 275 km/h Spitze schaffen und theoretisch ab 2011 beim 24h-Rennen in Le Mans an den Start gehen. Zwar haben die beiden LiIon-Batterien nur eine Kapazität von 30kWh, doch sollen Photovoltaic-Panels helfen, die Kraftreserven zu schonen. Wie der Ökorenner die Mammutdistanz von 24 Stunden durchhalten soll, ist uns trotzdem schleierhaft. Der vorgestellte Prototyp basiert für den Fall der Fälle schon einmal auf einem, den FIA-Spezifikationen entsprechenden Chassis aus Carbon.

Doch kommen wir nun zur Geheimwaffe des Schweizer Langstrecken-Renners: Klingen die 200 Kilowatt der Motoren noch nicht sonderlich spektakulär, haut einen die Drehmomentangabe doch aus den Socken. Stramme 2000 Newtonmeter hofft Green GT den Motoren entlocken zu können. Das Rausbeschleunigen aus Kurven oder an Steigungen dürfte als etwas zügiger als bei den Konkurrenten mit Otto- oder Dieselaggregaten von statten gehen.

Es bleibt abzuwarten, ob es der Ökorenner jemals auf eine Rennstrecke schafft, der Weg, den Green GT einschlägt, scheint unserer Meinung nach aber in die richtige Richtung zu weisen.

Für alle, die es mit herkömmlichen "Ottos" krachen lassen wollen, haben wir HIER einige Mitsubishi 3000 GT (224 PS) und HIER einige Audi RS4 und RS6 (ab 420 PS) zusammengestellt. Oder doch lieber einen seltenen Nissan 300ZX mit 283 PS, Allradantrieb und Allradlenkung? Dann werden Sie HIER fündig.

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