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 | Jaguar XK Modell 2009 im Test |
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Hamburg, 16.03.2009: Zu Beginn 2009 präsentierte Jaguar der Weltöffentlichkeit die neue Antriebsquelle für XK und XKR. Statt wie bisher einen 4,2 Liter großen V8 zu verbauen, darf sich nun eine Fünfliter-V8 austoben. Die Basis bildet eine Saugervariante im XK (385 PS), im sportlicheren XKR hilft ein Kompressor dem Aggregat auf die Sprünge (510 PS). Wir sind den dynamischen Briten (XK), der sich gegen BMW 650i (367 PS, 81.000 Euro) und Co. behaupten muss, Probegefahren.
Doch nicht nur mehr Leistung bekommen Kunden, die sich ab April 2009 für ein Modell des neuen Baujahrs entscheiden. Zweite große Änderung ist die Übernahme der aus dem XF bekannten Jaguar Drive Control. Sie erlaubt drei spezifische Einstellungen, von denen für die sportlich orientierte Klientel der britischen Edelmarke der Dynamik-Modus die interessanteste Option darstellt. Sie strafft das Fahrwerk und optimiert das Motormanagement weiter. Die Folge: Gas- und Schaltbefehle werden nochmals zügiger umgesetzt. Im Winter-Modus passiert genau das Gegenteil: Die Leistungsentfaltung des V8 wird zugunsten einer sichereren Traktion dezent zurückgenommen. Angefahren wird beispielsweise dann grundsätzlich im zweiten der sechs verfügbaren Automatik-Gänge. In beiden Modi lässt sich zudem die Traktionskontrolle für Fahrten auf trockenem Asphalt auf weniger Systemeingriffe einstellen.
Anstelle eines herkömmlichen Hebels kommt mit der Drive Control nun auch im XK ein Drehschalter für die Automatik zum Einsatz, der sich nach Starten des Motors elektrisch aus der Mittelkonsole ausfährt, Platz spart und intuitiv sowie spielend leicht zu bedienen ist.
Dank Leistungs- und Hubraumzuwachs ist der XK ein noch souveräneres Fahrzeug geworden. Bereits die Standardeinstellung der Automatik lässt keine Wünsche offen. Spontan hängt der 5,0-Liter-Saugmotor am Gas. Vor allem der harmonische Gesamtauftritt von Kraftentfaltung und akustischer Unaufdringlichkeit überzeugt durch ihre Kultiviertheit. Ein gänzlich anderes Bild ergibt sich, wenn die Automatik auf „Sport“ und die Drive Control auf „Dynamik“ stehen. Dann sprechen alle Systeme noch schärfer an, und der XK verwandelt sich in eine sprungbereite Raubkatze, wird vom luxuriösen GT zum rassigen Sportwagen. Das langsam ansteigende Fauchen der Auspuffendrohre geht jenseits von 4000 Umdrehungen in der Minute in ein beeindruckendes Brüllen über. Jaguar lässt dem Fahrer die Wahl: Er kann, muss aber nicht, die Muskeln auch akustisch spielen lassen, wobei das etwas schrille Klangerlebnis im mittleren Drehzahlbereich nicht jedermanns Geschmack sein dürfte.
Mit einer Beschleunigung von 5,5 Sekunden unterbietet der neue XK seinen Vorgänger um mehr als eine halbe Sekunde. Gleiches gilt mit 2,5 Sekunden für den Durchzug zwischen 80 und 112 km/h. Gekoppelt ist das Fahrerlebnis mit einer adaptiven Federung, die einhundert Mal in der Sekunde die Karosseriebewegungen analysiert und „vorausdenkt“.
Äußerlich und innerlich wurde der XK noch weiter verfeinert. Die Frontpartie erhielt an den Kanten einen etwas schärferen Schnitt. Die Außenspiegel sind ebenfalls neu. Die Heckschürze wurde tiefer gezogen und die Rückleuchten orientieren sich nun am Jaguar XF.
Neben dem XK und dem XKR mit dem 510-PS-Kompressormotor bieten die Briten den XK auch als Portfolio, dann mit 19-Zoll-Rädern, als noch luxuriösere Variante an. Dabei kam Jaguar mit dem Premium-Velours-Dachhimmel einem vielfachen Kundenwunsch entgegen, der im Cabriolet künftig zum Serienumfang gehört. Die Lederverkleidung des Armaturenbretts und der Türinnenseiten erhielt zudem farblich abgesetzte Doppelnähte, und die Vordersitze sind 16-fach verstellbar sowie nicht nur beheiz-, sondern auch kühlbar. Eine 525-Watt-Bowers & Wilkins-Audioanlage gehört ebenfalls zur Ausstattung. Exklusiv für den XK Portfolio steht marmoriertes Eichenholz für die Paneele zur Verfügung. Freuen darf sich die Kundschaft auch über eine Verlängerung der Wartungsintervalle von 16.000 auf nunmehr 24.000 Kilometer.
Keine Frage, Jaguar beherrscht mit dem XK des Modelljahrs 2009 den Spagat zwischen Kultiviertheit und Sportlichkeit noch besser als bisher. Dafür muss der Kunde allerdings rund 3500 Euro mehr bezahlen als Bisher. Los geht’s beim XK bei 88.900 Euro, der XK Portfolio kostet bereits 96.900 Euro und der 510 PS starke XKR muss mit 103.900 Euro beim Jaguar-Händler ausgelöst werden. Markteinführung des neuen Modelljahrgangs ist am 26. April 2009. (ar/jri/jk)
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Driven: Lexus IS250C Driven: Jaguar XF 4.2 V8
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